Welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es?

Es gibt über eine Million Auszubildende. Der Großteil davon hat sich für die duale Form der Ausbildung entschieden. Es gibt auch junge Menschen, die eine schulische Ausbildung machen. Die duale Ausbildung und die schulische Ausbildung sind die zwei wichtigsten Formen der Ausbildung.

Es gibt aber auch noch eine andere Möglichkeit für die Berufsausbildung: das duale Studium. Das ist zwar keine klassische Ausbildung, hat aber durch den hohen Praxisbezug und den Wechsel von Theorie- und Praxisphasen auch viele Gemeinsamkeiten mit der dualen Ausbildung. Darüber hinaus gibt es noch ein paar Sonderformen der Berufsausbildung.

Duale Ausbildung . Das duale Ausbildungssystem ist das Aushängeschild für die Berufsausbildung. Der Großteil aller Auszubildenden entscheidet sich für das duale System, in dem sich Theoriephasen (Berufsschule) und Praxisphasen (Ausbildungsunternehmen) abwechseln und ergänzen.

Schulische Ausbildung . Schulische Ausbildungen gibt es vor allem im Sozialwesen, in der IT und in der Gesundheitsbranche. Die Ausbildung findet komplett in der Schule statt – teilweise sind das private Berufsfachschulen, teilweise Fachakademien. Im Gegensatz zur dualen Ausbildung gibt es keine Praxisphasen bei einem Ausbildungsbetrieb. Stattdessen gibt es je nach Ausbildung verschiedene Praktika.

Praxisintegrierte Ausbildung (PiA) . Die praxisintegrierte Ausbildung (PiA) gibt es vor allem im Sozial- und Pflegebereich. Anders als bei einer rein schulischen Ausbildung findet die PiA nicht nur im Klassenraum statt: Du bist gleichzeitig an einer Fachschule und fest in einer Einrichtung angestellt – zum Beispiel in einer Kita, Wohngruppe oder in der Behindertenhilfe.

Duales Studium . Duale Studiengänge erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und fast jedes Jahr entstehen neue Studiengänge. Ein duales Studium verbindet das Beste aus Ausbildung und Studium: hoher Praxisbezug und umfangreiche Fachtheorie. Statt einer Berufsschule besuchst du während der theoretischen Ausbildungsabschnitte eine Hochschule. Dementsprechend brauchst du mindestens die Fachhochschulreife. Das Besondere am dualen Studium ist die Kombination aus Theorie und Praxis. In vielen dualen Studiengängen bekommst du am Ende sogar zwei Abschlüsse: einen anerkannten Berufsabschluss und einen Bachelor. Es gibt aber auch Modelle, bei denen du „nur“ den Bachelor machst, dafür aber sehr viel Praxiserfahrung im Unternehmen sammelst.

Abiturientenprogramme

Je nach Hochschule sind Abiturientenprogramme inhaltlich unterschiedlich ausgerichtet. An einigen Hochschulen wird ein duales Studium mit einer Berufsausbildung verbunden, an anderen fällt eine zusätzliche Ausbildung weg. Du findest diese Sonderausbildungen beispielsweise in Bereichen wie Wirtschaft, Vertrieb oder Handel. Der Vorteil: Du kannst schon früh praktische Erfahrungen sammeln und gleichzeitig schnell Verantwortung übernehmen.